Wenn man erfährt, dass man Gluten unverträglich ist, sind die ersten Gedanken, die einem durch den Kopf schießen: Was soll ich denn jetzt noch essen? Nie wieder Nudeln? Kann ich überhaupt noch Kuchen essen? Und was ist mit Brot und Pizza? Mit diesen Fragen habe ich mich zumindest beschäftigt. Erst recht, wenn ihr Gerichte, die glutenhaltiges Mehl (ja, es gibt auch Mehlsorten ohne Gluten) als Zutat beinhalten, liebt, muss man Alternativen finden, die man verträgt und die geschmacklich keine Wünsche offen lassen. Eine Alternative für einen Cheesecake findet ihr in diesem Beitrag. Der Kuchen ist glutenfrei, vegan und muss nichtmal gebacken werden.

#Goodtoknow Gluten: was ist das eigentlich?

Gluten ist das sogenannte Klebereiweiß im Getreide und kommt vor allem in Weizen, Dinkel und Roggen vor. Durch Gluten wird der Teig, den man aus den Getreiden herstellt, vor allem elastisch und hält besser zusammen. Ohne ihn wären Brötchen mehr Krümel als fester Teig nach dem Backen.

Häufig wird Gluten auch als Bindemittel in Fertiggerichten oder Süßigkeiten verwendet. Neben Backwaren sollte man auch diese Lebensmittel von seinem Essensplan streichen, was sicher nicht die schlechteste Idee ist. Gesunde Ernährung sieht anders aus. 😉 Kommen wir nun aber zum Rezept.

Glutenfreier Cheesecake: Zutaten

Für den Boden:

½ Tasse Pekan Nüsse oder eine andere Nusssorte nach Wahl
¾ Tasse glutenfreie Haferflocken
1 Tasse Medjool Datteln ohne Kerne
etwas Zimt
Prise Salz

Für die Füllung:

1 Tasse Cashew Nüsse
ca. 150 g Kokosnuss Creme (gibt’s beim Bio-Laden)
¼ Tasse Agavendicksaft oder Ahornsirup
Saft einer Bio-Zitrone
Esslöffel Zitronenabrieb (Schale einer Bio Zitrone; falls ihr Lust habt ein bisschen Chemie mit zu futtern auch gerne eine „Nicht-Bio“ Zitrone ;-))
1 EL Vanille

Für das Topping:

1 Tasse Himbeeren, frisch oder gefroren
2 EL Agavendicksaft

Zubereitung

Die Cashew Nüsse in eine Schüssel geben und mit sehr heißem Wasser bedecken. Ca. 1,5 Stunden ziehen lassen, damit sie sich nachher leichter pürieren lassen.

Alle Zutaten für den Boden mit einem Pürierstab oder Mixer zerkleinern bis eine klebrige Masse ensteht. Bei Bedarf etwas Wasser (2-3 EL) dazugeben, wenn die Masse zu trocken sein sollte. Den Teig verkneten und auf Backpapier in eine Back- oder Auflaufform (meine war ca. 26x16cm groß) geben. Den Teig gleichmäßig andrücken.

Kommen wir zu Füllung. Die Cashew Nüsse aus dem Wasser holen, in eine Schüssel geben und pürieren. Sollte die Masse zu trocken sein, gebt bis zu 50ml warmes Wasser hinzu. Die Kokosnuss Creme in einem Wasserbad schmelzen und unter die Cashewcreme mischen. Alle weiteren Zutaten für die Füllung unterrühren. Anschließend die Masse auf den Boden gießen.

Für die oberste Schicht Himbeeren pürieren. Den Agavendicksaft für extra Süße dazugeben. Die letzte Schicht auf den Kuchen geben.

Den Kuchen für mindestens 12 Stunden im Tiefkühlfach kalt stellen. 30 Minuten vor dem Servieren aus dem Tiefkühlfach holen, dann hat der Kuchen eine cremige Konsistenz.

Viel Spaß beim „Nachbacken“!

DSCF2332 Rezept: Raw, vegan Cheesecake DSCF2330 Rezept: Raw, vegan Cheesecake